Pfarrer Puchers Antwort auf einen Artikel der Krone

Wolfgang Karl PucherB e t t l e r r a u b z u g  d u r c h  Ö s t e r r e i c h ? ? ?

Die Krone hat heute auf S 2 einen schrecklichen Artikel über Bettler von Peter Gnam veröffentlicht. Ich schrieb ihm:

„Kein vernünftiger Mensch wird bestreiten, daß es bisweilen unerträglich ist, wie m a n c h e – längst nicht alle – bettelnde Menschen an potentielle Spender herangehn. Das soll und kann man abstellen! Aber diese armen Menschen gemeinsam in einen Topf zu werfen und ihnen a l l e n zu unterstellen, daß „es sich hier um einen von der Mafia bis ins kleinste Detail geplanten Raubzug quer durch Österreich handelt“ ist eine ungeheuerliche Verleumdung von Menschen, die sich nicht zur Wehr setzen können. Seit 1996 bin ich Tag für Tag in unseren Einrichtungen mit Bettlern beisammen, kenne von zahlreichen Betroffenen die Familien und habe mit kritischer Neugier nachgeschaut, ob und was von ihrem erbettelten Geld nachhause kommt.

Wolfgang Karl Puchers Foto.

Ich garantiere, daß 99 % des gespendeten Geldes den Bettlern selber und ihren Familien zugute kommt und nicht an eine angeblich hinter ihnen stehende Mafia abgeliefert wird. Warum Herr Gnam recherchieren Sie nicht ordentlich? Wollen Sie einfach Widerwillen und Abneigung gegen diese ärmsten Menschen Europas schüren?! Kommen Sie doch in unsere Einrichtungen, wo mehr als 100 Bettler eine Unterkunft haben. Beobachten Sie kritisch und fragen Sie nach. Ihre Aussage, daß es sich um einen „Raubzug quer durch Österreich“ handelt, weckt Erinnerungen an jene Zeit in der Roma und Juden so lange verleumdet wurden, bis ein großer Teil unserer Mitbürger nichts mehr dagegen hatte, daß man diese Menschen bis zur letzten Konsequenz verfolgt.
Auf den Bildern sieht man Bettlerfamilien vor ihrer Heimreise. Sie sehen nicht so aus, als würden sie jetzt zum Mafiaboss fahren, um dort ihr Geld abzuliefern, Oder?

Wolfgang Karl Puchers Foto.

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