Katholische Aktion Österreich gegen Bettelverbots-Gesetze

KAÖ: „Man muss die Armut bekämpfen und nicht die von Armut betroffenen Menschen“. BettlerInnen brauchen unsere Hilfe und Unterstützung, keine Bestrafung!

Die Katholische Aktion Österreich verfolgt mit großer Empörung die gegenwärtigen Bestrebungen zur Verankerung genereller „Bettelverbote“ in den jeweiligen Landesgesetzen. Wir drängen auf eine sofortige Rücknahme bereits beschlossener Bettelverbote und fordern alle Landes- und BundespolitikerInnen auf, keine diesbezüglichen Beschlüsse zu fassen.

Mit dem Vorwand, bandenmäßiges und kriminelles Bettelwesen verhindern zu wollen, wird eine Bevölkerungsgruppe stigmatisiert, die ohnehin bereits am Rande unserer Gesellschaft steht. Wir sehen in diesem Vorhaben eine grobe Missachtung der Menschenwürde jener, die vom Wohlstand und den Annehmlichkeiten unserer Gesellschaft ausgeschlossen sind.

Die Katholische Aktion Österreich befürchtet, dass generelle Bettelverbots-Gesetze negative Auswirkungen auf das soziale Miteinander und die gesellschaftliche Stimmung in unserem Land haben., Solche Gesetze führen zu einer weiteren Entsolidarisierung unserer Gesellschaft und fördern Vorurteile und rassistische Hetze gegenüber den Ärmsten. Weiterlesen

Flugzettel und Plakate zum Download

Es gibt jetzt Flyer und Plakate zum geplanten Massenbetteln am 05. März, designed von Hanna Primetzhofer (Danke!).

Es gibt jpg-Bilddateien zum Einbinden auf der eigenen Homepage, aber auch Druckdateien zum einfachen selber vervielfältigen, siehe unten.

Massenbetteln Flyer Front

Massenbetteln Flyer Front

Massenbetteln Flyer Back

Massenbetteln Flyer Back

Flyer Druckdatei

Flyer vierfach auf DinA4 zum einfachen Ausschneiden

Plakat Druckdatei

 

 

Feierliche Produktvorstellung: DER BETTLERAUTOMAT

Weitere Informationen

Zeit
Dienstag, 15. Februar · 10:00 – 11:00

Ort vor dem Grazer Landhaus 

Herrengasse
Graz, Austria

Erstellt von

Das Theater im Bahnhof (TiB) schenkt der Stadt Graz einmal mehr eine wunderschöne Idee:Den Bettlerautomaten!

Die feierliche Produktvorstellung wird von der bezaubernden Pia Hierzegger am Dienstag, dem 15.02.2011, um 10:00 vor dem Grazer Landhaus begangen.

…Wir freuen uns mit!

Nächtigungsgebühr stoppen! Die Stadt Wien will jetzt 4 Euro für eine Nacht im Notquartier…

Unterzeichnet jetzt, um diese absurde Forderung zu verhindern!

Hier geht´s zur Petition – gegen die Einhebung von 4 Euro für die Nächtigung in einem Notquartier!

  • Im Rahmen der Einführung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung hat der Fond Soziales Wien (FSW) beschlossen, dass wohnungslose Menschen ab 1. September 2010 die Nachtnotquartiere nur noch 2 Monate kostenlos nutzen dürfen. Danach wird ein „Kostenbeitrag“ von 4 Euro pro Nacht bzw. 120 Euro pro Monat für die Übernachtung eingehoben. Damit wird von der bisherigen Praxis, die Schlafplätze generell kostenlos zur Verfügung zu stellen, abgegangen. Weiterlesen

GEGEN DAS BETTELVERBOT IM ERSTEN BEZIRK

In der Wiener Innenstadt müssen BettlerInnen- werden sie beim Betteln angetroffen- aufs Polizeirevier mitgehen, sie müssen sich in Anwesenheit eines/r Beamtin entkleiden, meist ihr gesamtes Geld der Polizei übergeben und häufig bekommen sie zusätzlich auch noch eine Strafe von ca. 70 Euro. Zur Erinnerung: in Wien gibt es KEIN Bettelverbot.

Christliche und rechte Parteien verlangen  ein Bettelverbot. Um die Akzeptanz für dieses Verbot in der Bevölkerung zu erhöhen, werden BettlerInnen in den Medien bewusst denunziert und kriminalisiert.

Um auf diese Missstände hinzuweisen, veranstalteten AugustinmitarbeiterInnen und BettelLobbyistInnen am Freitag dem 13. eine Aktion im 1. Bezirk. Neben der Theateraufführung wurden Infozettel verteilt und es gab viele Diskussionen mit PassantInnen.

Am 14.11. berichtete der Kurier über rumänische PolizistInnen, die den Wr. KollegInnen helfen sollen, die „Hintermänner“ auszuspüren. Doch: „An diesem Freitag verlief der Einsatz nicht wie erhofft. Kein Bettler weit und breit.“ Wahrscheinlich waren die alle bei der F13-Aktion ;-)) 

 

Macht mit beim Protest gegen Kriminalisierung und Denunzierung von BettlerInnen!!

Während man in Graz ein Verbot organisierter Bettelei fordert, werden in Wien wieder Rufe nach einem generellen Bettelverbot laut – die Argumentation erinnert an eine längst vergangen gehoffte Zeit. Die BettelLobbyWien kontert mit Leserbriefen und Stellungnahmen. 
Ich bitte euch, euch dem Protest anzuschließen, Protestbriefe an Ulm, Pürstl und Tscharnutter kopieren und pasten, oder selber schreiben, und an die verantwortlichen Herren schicken… Die entsprechenden Zeitungsartikel, auf die wir reagiert haben, findet ihr als Links in den Protestbriefen. Die BettelLobbyWien gibt´s auch auf Facebook:  http://www.facebook.com/group.php?gid=104150631709&ref=share     Ulli

Sehr geehrter Herr BZÖ-Landesobmann Tscharnutter!

To: michael.tscharnutter@bzoe.at  Cc: redaktion@heute.at

 Wir – die BettelLobbyWien – haben mit großer Sorge und Verwunderung Ihre Forderung nach „Mariahilfer-Straßen-Cops“ in der Gratiszeitung „Heute“ vom 5.7.2009 gelesen.

Irritiert sind wir nicht nur über Ihre Diktion, die Menschen am Rande unserer Gesellschaft kriminalisiert, verleumdet und diskriminiert, sondern auch über die Vermischung bzgl. Gleichsetzung von Menschen, mit völlig unterschiedlichen Lebensproblematiken.

Als BettelLobbyWien möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, das BettlerInnen, die großteils aus Osteuropa zu uns – in eines der reichsten Länder der Welt – kommen, dies aufgrund ihrer völlig aussichtslosen wirtschaftlichen Lage tun und sich ihr Schicksal weder ausgesucht noch gewünscht haben. Diese Menschen, die von enormer Armut betroffen sind, im gleichen Atemzug mit „Zettelverteilern“ etc. zu erwähnen, finden wir extrem menschenverachtend und zynisch.

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„BITTE, DANKE, ALLES GUTE!“

Vier Statements zur Arbeitssituation von PendlerbettlerInnen in Wien

Bettelpendler.jpg 
Im Visier von Politik, Medien und Polizei sind seit Monaten die Menschen aus der Slowakei, Rumänien, Bulgarien oder anderen südosteuropäischen Ländern, die es – von unvorstellbarer Armut angetrieben – nach Wien zieht, um hier die Lebensgrundlage ihrer Person, meist ihrer gesamten Familie, zu erbetteln. Da sie in der Regel nicht auf Dauer in Österreich bleiben wollen, sondern je nach Herkunftsland im Wochenrhythmus oder für einige Monate hierher kommen, werden sie als PendlerbettlerInnen bezeichnet. Der Augustin befragte vier Frauen mit unterschiedlichem, aber einschlägigem Zugang zu diesem Phänomen, das mit dem Zusammenbruch der Ost-Ökonomien in der aktuellen Krise vollends unübersichtlich wird. Weiterlesen

Endlich haben die Wr. Linien ihre diskriminierenden Durchsagen eingestellt, die BettelLobby bedankt sich:

An die

Wiener Linien  Erdbergstraße 202   A-1030 Wien

kundendienst@wienerlinien.co.at

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die BettelLobbyWien möchte sich an dieser Stelle ausdrücklich bei den Wiener Linien für die Einstellung Ihrer „Bettlerdurchsage“ bedanken!

Wir sind froh, dass die Wiener Linien nun ihre soziale Verantwortung dahingehend wahrnehmen, dass sie jetzt keine diskriminierenden und Vorurteile schürenden Ansagen mehr tätigen.
Die Menschen, die durch die verheerende wirtschaftliche Lage in ihren Herkunftsländern, keine anderen Möglichkeiten haben, als sich und ihrer Familie durch Betteln das Überleben zu sichern, brauchen Solidarität und Unterstützung von uns allen.

Wir hoffen, dass die Wiener Linien den nun eingeschlagenen Weg fortsetzen werden und stehen gerne weiterhin für Informationen und Diskussionen zur Verfügung!

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft!

mfg

BettelLobbyWien