Verein Goldenes Wienerherz kann sechs BettlerInnen anstellen!

t-florinaDie Kampagne „Stell dich nicht – Stell mich an!“ vom Verein Goldenes Wienerherz wurde von über 200 Menschen mit Geld- und Wortspenden unterstützt und brachte nahezu 10.000 Euro.

Sechs Menschen, die vorher gezwungen waren, den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder mit Betteln zu bestreiten, können für zwei Monate angestellt werden. Durch die Anstellung haben sie oft zum ersten Mal in ihrem Leben Zugang zum Sozial- und Gesundheitssystem.

Vor der Anstellung haben wir unsere PromotorInnen in den unterschiedlichsten Belangen betreut.

Im Rahmen von WIENWOCHE (12.9 – 26.9) werden die PromotorInnen des „Goldenen Wiener Herz“ 10 Stunden pro Weiterlesen

Schaffen wir ein, zwei, viele Bettelbeauftragte – Meet, Greet & Eat – ein offenes Treffen für Bettler_innen, Unterstützer_innen und Passant_innen. 23.9. 19 Uhr Amerlinghaus

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Liebe FreundInnen der BettelLobbyWien!
Findet hier die vielsprachigen Einladungen zu unserem ersten Treffen: Schaffen wir ein, zwei, viele Bettelbeauftragte – Meet, Greet & Eat ist ein offenes Treffen für Bettler_innen, Unterstützer_innen und Passant_innen. Wir bieten auch Rechtsberatung und stellen unsere Ratgeberinnenbroschüre „Betteln ist erlaubt“ vor.
Wir freuen uns auf Euer kommen. Das erste Treffen ist am 23.9. um 19 Uhr im Amerlinghaus Wien7 gemeinsam mit Statt Wien und unterstützt von der wienwoche.  Wer uns bei der Vorbereitung helfen möchte, bitte melden!!!!!
Eure BettelLobbyWienEinladung_Amerling_03.indd
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BettelLobbyWien präsentiert „Betteln-ist-erlaubt“-Broschüre

Praterkasperl Thomas Ettl

Praterkasperl Thomas Ettl ©Milena Krobath

Broschüre informiert Bettler/innen über ihre Rechte und Geber/innen über Unterstützungsmöglichkeiten

Die BettelLobby Wien präsentierte heute vor der Polizeidirektion Wien ihre „Betteln-ist-erlaubt“- Ratgeberinnenbroschüre. Der Folder informiert Bettler/innen mehrsprachig über ihre Rechte und wird in den nächsten Wochen über Beratungsstellen sowie auf der Straße verteilt. Die BettelLobby betont, dass auch für Geber/innen, die sich für die Rechte von Bettler/innen einsetzen wollen, nützliche Informationen enthalten sind. Vorgestellt wurde die Broschüre vor der Wiener Polizeidirektion am Schottenring im Rahmen von WIENWOCHE – mit einer Aufführung des Original Wiener Praterkasperls.

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Anlass für die Publikation des Ratgebers sind zahlreiche Zuschriften von Wienerinnen und Wienern, die sich an die Bettellobby gewandt hatten, erläutert Ferdinand Koller, Sprecher der Initiative: „Wir haben in den letzten Monaten verstärkt erzürnte Mails und Anrufe der Bevölkerung erhalten.“ Wienerinnen und Wiener hätten der BettelLobby von einem drakonischen Vorgehen der Polizei berichtet und sich über willkürliche und schikanöse Behandlung der Bettler/innen beschwert.
Analyse von Strafbescheiden fördert Missstände zu Tage

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Die Polizei hat eine gefährliche Bande erwischt, das ist die Bettelmafia:

praterkasperl„Sie haben […] an einem öffentlichen Ort als Beteiligter einer organisierten Gruppe (d.h. in bewusster Verabredung von mindestens 3 Personen) um Geld oder geldwerte Sachen gebettelt. Konkret haben Sie folgende Tathandlung/en gesetzt: Sie haben vorbeigehende Passanten um Geld angebettelt, indem Sie diesen Ihre Hände entgegen gehalten haben. In Ihrer unmittelbaren Nähe haben [ N.N.] und [ X.Y. ] ebenfalls gebettelt, wobei sie zu diesen Personen ständigen Sichtkontakt hatten.“Wieder ein paar Hunderter für die Staatskassa oder eben Gefängnis für die „Bande“: für 100 Euro Strafe sitzt man immerhin 4 Tage (1 Euro = 1 Stunde).

Deshalb: am Freitag zum Kasperl kommen und „Betteln-ist-erlaubt“ Broschüre mitnehmen! (K)ein Kasperltheater, 13.9.2013 10 Uhr, Bundespolizeidirektion Wien https://www.facebook.com/events/638919602809224/?ref=22

Drakonische Strafen für BettlerInnen in Wien, obwohl Betteln laut VFGH erlaubt ist.

Menschen dürfen andere Menschen an öffentlichen Orten auf ihre Notlage aufmerksam machen und sie um Hilfe bitten, hielt der Verfassungsgerichtshof 2012 ausdrücklich fest. Trotzdem wird Betteln in Wien heute hart bestraft: Das Strafausmaß beträgt oft mehrere hundert Euro oder mehrere hundert Stunden Ersatzfreiheitsstrafe. Wofür man sich beim Betteln strafbar macht, lesen und staunen sie!

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Strafverfügung 8 "gewerbsmäßiges" Betteln

Strafverfügung 8 „gewerbsmäßiges“ Betteln

 

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Einige der hier bestraften BettlerInnen kennt die BettelLobby persönlich, etwa die Dame in der Rotenturmstraße, die zusammengekauert in einer Nische hockt um dort zu betteln. Sie war außer sich, als sie in der Strafverfügung las, sie hätte den Fußgängerverkehr behindert und die PassantInnen aufs Gröbste angepöbelt. Egal wie mensch auf der Straße steht oder sitzt, es ist kaum möglich das Recht zu betteln auszuüben. Ab 23. September veranstaltet die BettelLobby monatlich Treffen im Amerlinghaus.   BettlerInnen und UnterstützerInnen erfahren, wie Strafverfügungen beeinsprucht werden kann, welche Rechte mensch beim Betteln in Wien hat, etc. Abgesehen davon wollen wir bei gemütlichem Zusammensein Erfahrungen austauschen und uns gemeinsam politisieren: Das Recht auf Betteln ist ein Grundrecht, gemeinsam können wir es verteidigen.
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Termine für das Treffen:
23.Sept.2013  19 Uhr, Amerlinghaus, Zugang barrierefrei
21.Okt.2013
18.Nov.2013
16.Dez. 2013

TERMINAVISO: BettelLobby und Praterkasperl präsentieren „Betteln-ist-erlaubt“-Broschüre

Einfaches CMYKBettelLobby präsentiert „Betteln-ist-erlaubt“-Broschüre

Fototermin „(K)ein Kasperltheater“ mit Original Wiener Praterkasperl vor Landespolizeidirektion

In den letzten Monaten haben sich zahlreiche Wienerinnen und Wiener an die Bettellobby gewendet.  Sie sind verärgert über das drakonische Vorgehen der Wiener Polizei gegen Bettler/innen – und wollen Antworten. Darf die Polizei den Bettler/innen tatsächlich ihr Einkommen wegnehmen? Darf Zeitungsverkauf wirklich bestraft werden? Wie kann ich Bettler/innen unterstützen, sich gegen willkürliche Beamtshandlung zu wehren? (Foto: Marlene Rahmann)

Im Rahmen von WIENWOCHE präsentieren die BettelLobby und Statt Wien die druckfrische „Betteln-ist-erlaubt“-Broschüre mit vielen Antworten für Bettler/innen und Gebende. Nachdem letztes Jahr ihr Bettelbeauftragter für Aufregung sorgte, setzt man heuer auf Bettelbeauftragten-Mainstreaming. Die BettelLobby:  „Mit der Broschüre informieren wir Bettler/innen über ihre Rechte. Außerdem ermuntern wir Wiener/innen, sich die Anliegen der Bettler/innen als Auftrag zu nehmen. Schaffen wir zwei, drei, viele Bettelbeauftragte.“

Beispiele für Zuschriften sowie willkürlicher Bescheide finden sich auf der Website der BettelLobby: https://bettellobbywien.wordpress.com/

Foto- und Filmtermin:

Wann: Freitag, den 13. September 2013, 10 Uhr

Wo: Landespolizeidirektion Wien, Schottenring 7-9, 1010 Wien Weiterlesen

Liebe Geber_innen, sammelt Strafverfügungen!

IMGA0337„Geben Sie Bettelnden nichts, denn sie sind Opfer der Bettelmafia. Sie müssen das Geld an böse Hintermänner abliefern,“ sagen uns Polizei und Boulevard. Beweise für diese Unterstellung haben sie nicht. Die Bettelnden erzählen hingegen, dass ihnen ihr Geld von der Polizei abgenommen wird, in den meisten Fällen ohne Bestätigung.

Vielen werden auch alle Zeitungen, die sie zum Verkauf bei sich haben, abgenommen – ebenfalls ohne Bestätigung. Eine Frau erzählt, dass ihr ein Polizist den Ausweis zerschnitten und den Meldezettel zerrissen hat. Manche berichten, dass sie von der Polizei im Streifenwagen mitgenommen und in einem Wald oder in unbewohntem Gebiet vor der Wiener Stadtgrenze an die Luft gesetzt wurden. Manche der Bettelnden mussten sich in Polizeiwachzimmer ausziehen. Und viele erhalten Strafverfügungen. Diese listen absurde Verwaltungsübertretungen wie das „unbegründete Verharren am Gehsteig“ oder „eine ausgestreckte Hand“ auf, die in der Regel mit je 100,- Euro sanktioniert werden. Die verhängten Strafen machen dann im Schnitt zwischen 300,- und 500,- Euro aus. Die BettellobbyWien hat beschlossen, diese Strafpraxis an die Öffentlichkeit zu bringen. Zu diesem Zweck möchten wir weitere Strafverfügungen sammeln.

Liebe Geberin, lieber Geber, treten Sie mit dem Bettler oder der Bettlerin Ihres Vertrauens in Kontakt und fragen Sie nach Strafverfügungen. Borgen Sie sich diese Verfügungen aus und schicken Sie uns eine Kopie oder einen Scan davon.

Die Strafverfügungen werden von uns nur in anonymisierter Form verwendet. Für öffentliche Lesungen bei der WienWoche 2013, für Artikel und wissenschaftliche Arbeiten. Helfen Sie mit! Damit auch Ihre Spende den Armutsbetroffenen direkt hilft und nicht in den Händen der Polizei landet!

Kontakt: bettellobbywien@gmx.at