Pogrome in den großen Städten Bulgariens gehen weiter.

Nach den Pogromen Samstag Nacht gehen die gewalttätigen Ausschreitungen gegen Roma heute Montag in Bulgarien weiter. In vielen bulgarischen Städten gibt es Versuche, Romaviertel zu stürmen. Die gewalttätigen Übergriffe zielen auch auf islamische Einrichtungen ab.  Laut Novinite hat die Polizei die Lage noch unter Kontrolle.

In bulgarischen Medien, wie etwa der weit verbreiteten (zum WAZ Konzern gehörenden) 24chasa wurden die Gewaltausschreitungen, die Samstag Nacht in der Nähe von Plovdiv statt gefunden haben, gestern als „Selbstjustiz des Volkes“ gerechtfertigt. Kiril Rashkov und seine Familie wurden extrem denunziert, obwohl der Tathergang des Unfalltods eines 19jährigen noch nicht geklärt ist. Der Tod des 19jährigen war wohl der Auslöser der Ausschreitungen am Samstag gegen Rashkovs Familie. Auch westliche Medien, wie etwa die NZZ oder die Kleine Zeitung haben die  einseitige Berichterstattung der bulgarischen Medien, die die Ausschreitungen gegen Kiril Rashkovs Familie als „ethnische Auseinandersetzungen“ verharmlost, unhinterfragt übernommen. Rassistische Bezeichnungen wie „Zigeunerboss“ „Zigeunerclan“ „Roma-Boss“ und so weiter wurden ebenfalls einfach übernommen. Die Postings in der Kleinen Zeitung  geben einen guten Eindruck, wie die Verhetzung voranschreitet…

Pogrome gegen Roma jetzt auch in Bulgarien.

September 25th, 2011  | Quelle: d´Roma Blog

Wie bulgarische Medien berichten, haben sich Einwohner aus dem Dorf Katuniza (Катуница) und Fußballhooligans aus der zweitgrößten bulgarischen Stadt Plovdiv am Samstagabend im Ort versammelt und drei Häuser der Großfamilie des Politikers Kiril Rashkov  gestürmt und teils in Brand gesetzt. Weiterlesen

HEIMAT FREMDE HEIMAT: Bettelverbot und Rassismus

Martina S. ist 47 Jahre alt. Die Wienerin bettelt seit drei Jahren auf Wiener Straßen. Ihre Invaliditätspension reicht nicht aus. Eine Österreicherin, die weit unter der Armutsgrenze lebt. Doch politisch, wie auch medial, wird das Thema Bettelei allzu oft mit organisierter Kriminalität aus dem Ausland in Verbindung gebracht und ethnisch zugeordnet. Hintermänner und Bettelbosse, die die Armut ihrer Landsleute schamlos ausnützen. Ist es aber immer so? Die Filmemacherin Ulli Gladik hat im Zuge ihrer Recherchen zu ihrem Film „Natasha“, vier Jahre lang in Bulgarien recherchiert. Sie portraitierte eine Romni, die in Österreich durch das Betteln ihre Familie ernährt. Von Hintermännern weit und breit keine Spur, so die Regisseurin. Ihrer Meinung nach sei in diesem Zusammenhang – die Vertreibung der Armut aus dem öffentlichen Raum, das Hauptanliegen der Politik. Quelle: Heimat fremde Heimat

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Safe European Home?

Symposium und Diskussion

Architekturzentrum Wien – Podium
Samstag, 28. Mai 2011, 10:00 – 20:00
Tickets: Eintritt frei!

Eine Kooperation der Wiener Festwochen mit dem Az W
(Foto: ©Delaine Le Bas)

Phänomene wie unsichere Lebensverhältnisse und erzwungene oder frei gewählte Mobilität sind Bilder, die bis heute vor allem marginalisierten Gruppen oder Menschen mit transnationalen Biografien zugeschrieben werden. Demgegenüber steht eine wachsende Zahl an heterogenen Bevölkerungsgruppen in Europa, deren Lebensentwürfe zunehmend von Tendenzen sozialer Unsicherheit betroffen sind. Weiterlesen

Filmnacht: Safe European Home?

Veranstaltungsort: Architekturzentrum Wien – Podium
Az W bei Nacht: Mittwoch, 1. Juni 2011, 19:00 – 23:59
Tickets: Eintritt frei!

Eine Kooperation der Wiener Festwochen mit dem Az W

Filmprogramm in Englisch und Deutsch

Im Rahmen der Filmnacht wird eine Auswahl aktueller Filme gezeigt, die sich mit Fragen rund um das Roma-Sein im heutigen Europa befassen. Um der Ausgrenzung und pauschalisierenden Kriminalisierung dieser transnationalen Minderheit entgegenzuwirken, Weiterlesen

Kein Opfer.

Eine Gesprächrunde zum Film
„Natasha“ von Ulli Gladik mit Tina Leisch, Radiša Barbul, Susita Fink,
Maja Malle, Eva Moschitz, Sandra Selimovic Tina Leisch, Radiša Barbul, Susita Fink,

Mitwirkende der Roma-Revue „Schneid dir den Ärmel ab und lauf davon! Čin ći baj taj naš!“ diskutieren über den Dokumentarfilm Natasha von Ulli Gladik. Der Film kann als gelungenes Beispiel einer nicht-viktimisierenden Darstellung von gesellschaftlich Ausgegrenzten angesehen werden und eignet sich als Einstieg in eine Diskussion über Betteln, Armut und Ausgrenzung sowie Bildpolitiken und Strategien der Sichtbarkeit. Warum? Lesen Sie weiter… Weiterlesen

Filmabend „Natasha“ und Diskussion zum Bettelverbot in Salzburg

Donnerstag, 19. Mai · 18:30 – 21:30
Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät Salzburg, Hörsaal 381
Rudolfskai 42
Salzburg, Austria

Am 19.5 um 18.30 lädt die GRAS, gemeinsam mit dem Friedensbüro und der Plattform für Menschenrechte, zur Dokumentation „Natasha“ mit anschliessender Diskussion mit der Regisseurin Ulli Gladik. Die Veranstaltung findet auf der Gesellschaftwissenschaftlichen Fakultät (Rudolfskai 42) im Hörsaal 381 statt. Weiterlesen

Petition gegen das geplante Bettelverbot in der Steiermark!

Hier geht´s zur Petition, bitte unterschreiben.

Vor 15 Jahren sind Roma aus der Slowakei in die Steiermark gekommen, um in ihrer verzweifelten wirtschaftlichen Situation bei uns Hilfe zu suchen. Sie sitzen seither still vor Supermärkten, auf öffentlichen Plätzen und vor Kirchen und halten ihre Becher den Vorübergehenden hin. Sie tun niemandem etwas und nehmen auch keinem etwas weg, sondern sie appellieren schweigend an die Hilfsbereitschaft der Menschen.

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„Natasha“ anlässlich des Internationalen Tags der Roma und Sinti im Schikanederkino

7.4. ab 18 Uhr 30 im Schikanederkino

18:30  NATASHA (Ulli Gladik, A/BG 2008) > 7/6€   20:15  PRETTY DYANA (Boris Mitic, SRB 2003) > 5€ 
  21:30  ANGEL’S CLUB (Tamara Peshterska, BG 2009) > 5€   ab 22  djs laura-bruno

Ulli Gladik – A/BG 2008, OmU, Beta SP, 84 min.

Natasha lebt in einer kleinen Stadt in der Nähe von Sofia/Bulgarien. Um ihre Familie zu ernähren, fährt sie seit drei Jahren mehrmals jährlich nach Österreich um zu betteln. Ulli Gladik, Kamerafrau und Regisseurin in Personalunion, begleitete Natasha und ihre Familie über einen Zeitraum von fast zwei Jahren. Der Film zeigt Natashas Alltag als Bettlerin in Österreich und die Lebensumstände in ihrer Heimat.

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Internationaler Gedenktag der ermordeten Roma und Sinti

Ermordet in Ungarn: Vater Robert und Sohn Robert

August 2, 2009 12:00 bis 12:15

Gedenkt Robby & Robby, die 2009 in Ungarn ermordet wurden! Create your own Memorial Event where you´re living ! August 2nd 2009 – 12:00-12:05

Romaorganisationen rufen zum internationalen Gedenktag der ermordeten Roma und Sinti auf. Der zweite August war der Tag an dem 1944 über 3000 Roma und Sinti in Auschwitz-Birkenau, vergast und ins Feuer geschickt wurden. Weiterlesen