Eine Geschichte über alltäglichen Antiziganismus. Die Geschichte von Liviu.

Wie wichtig das Aufdecken von Rassismus, Antiziganismus und Stereotypisierung ist, zeigt die folgende Geschichte von Herrn Liviu.

Liviu und seine Frau Ana reisten gemeinsam mit ihren drei Kindern von Rumänien nach Wien, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, frei von Diskriminierung und Ausgrenzung. Liviu und seine Familie sind Rudari, ethnische Roma.

Bis Mitte des Neunzehnten Jahrhunderts wurden die Rudari  in Siebenbürgen als Sklaven im Bergbau und als Goldwäscher ausgebeutet. Das Ende der Sklaverei in Rumänien 1855/56 brachte jedoch nicht die lang ersehnte Freiheit und Unabhängigkeit. Zwar entkamen die Rudari ihrem Dasein als Sklaven, doch aufgrund der mangelnden Perspektiven gerieten viele rasch wieder in Abhängigkeiten ihrer alten Arbeitgeber. Andere kehrten, um der „neuen Sklaverei“ zu entkommen, Rumänien für immer den Rücken. Heute leben sie weit verstreut in vielen Ländern Südosteuropas. Die meisten Rudari werden von der Mehrheitsbevölkerung ihrer Herkunftsländer als „Zigeuner“ diskriminiert und ausgegrenzt. Das bedeutet, ihnen wird systematisch der Zugang zu Kindergärten, Schulen, Gesundheitsversorgung und Arbeitsmarkt verwehrt. Weiterlesen

Kieberei, was geht?! Interventionen gegen Polizeikontrollen, Mi. 02.03.2016, 19.00 Uhr

Einfaches CMYKPolizeikontrollen im öffentlichen Raum sind für viele Menschen Alltag – Bettler*innen, (vermeindliche) Dealer und andere werden tägliche schikaniert. Versuche sich in solchen Situationen hilfreich und solidarisch zu zeigen, enden oft eher frustrierend. Wir wollen gemeinsam diskutieren was für Strategien es gibt, um Kontrollen zu verhindern, zu beenden und Betroffene zu unterstützen.
Zuerst unterstützt uns die Bettellobby mit rechtlichen Informationen: was darf ich, als Zeugin einer Kontrolle, was kann mir vorgeworfen werden, was können Konsequenzen sein? Dann wollen wir sammeln, was es für Ideen gibt: von kreativen Interventionen über aktivistischen Strategien und anderen Projekten, die der Kieberei das Leben schwer machen.
Wann? Mittwoch, 02.03.2016, 19.00 Uhr
Wo? W23, Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien
 
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr
geoeffnet von 17:30-23:00 Uhr   

 

WEIHNACHTEN 2015


Weihnachtsbrief7Huch, endlich draußen an der frischen Luft. Zulange bin ich schon im Geschäft gestanden und niemand wollte mich haben. Aber heute kamen zwei Damen und wählten doch glatt mich aus.

Nun rolle ich – mit stolz geschwellter Rückenlehne – am Gehsteig – getunt mit einer kuscheligen Babywanne und mit einem ultracoolen Buggyboard. Jetzt weiß ich es sicher: Ich bin zu Großem berufen! Weiterlesen

Rechtshilfetreffen Wien Termine 2017

BettelLobby Flugblatt1:16jeweils Montag 19 Uhr, im Amerlinghaus, 1070 Stiftgasse 8
20.2
20.3
24.4
15.5
19.6
BETTELN IST ERLAUBT.

Seit 2013 gibt es einmal monatlich ein Rechtshilfetreffen für BettlerInnen und StraßenzeitungsverkäuferInnen im Amerlinghaus Wien. Wir haben bereits viele Strafverfügungen wegen Bettelns beeinsprucht, 80% der Einsprüche wurde bislang statt gegeben!

Eingeladen sind BettlerInnen und UnterstützerInnen. Bitte alle Unterlagen zu den Strafen zum Rechtshilfetreffen mitnehmen. Wir sprechen auch Bulgarisch und Rumänisch, auf Anfrage auch Ungarisch. Es gibt Kinderbetreuung und auch einen kleinen Imbiss und Plauderei.

Unsere Rechthilfenummer: 0660 3959747

Natasha – Filmporträt einer bulgarischen Bettlerin jetzt gratis streamen

Natashaals online-Film-des-Monats Dezember auf flimmit.com
Ab Freitag 4.12. bis einschließlich 31.12.2015 kann man Ulli Gladiks Portraitfilm Natasha als gratis-stream auf flimmit.com ansehen.
Ulli Gladik hat Natasha beim Betteln in Graz kennen gelernt und sie nach vielen Gesprächen in ihre Heimatstadt Bresnik, einen ehemaligen Industriestandort in der Nähe von Sofia, begleitet. Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren besucht sie, Kamerafrau und Regisseurin in Personalunion, Natasha in Bulgarien und Österreich und zeichnet das Leben der jungen Frau auf: Weiterlesen

„Was wünscht du dir zu Weihnachten?“ – Familienfest der BettelLobbyWien

Familienfest1 Die BettelLobbyWien erfüllt dieses Jahr zu Weihnachten den Kindern von Eltern, die aus Not betteln oder Straßenzeitung verkaufen müssen, Weihnachtswünsche. Von Martina Kempf-Giefing

Auf dem Weg zum Familienfest, das die BettelLobbyWien vier Mal im Jahr organisiert, war ich schon sehr gespannt, welche Wünsche die Kinder äußern würden, denn diesmal war einer der „Programmpunkte“ das Erfragen der Weihnachtswünsche. Spannend auch deshalb, denn die Frage danach was sich jemand wünscht, zeigt auch, welchen Mangel die Person gerade erfährt. Ich dachte darüber nach, dass es zum einen notwendige Wünsche gibt, die das Überleben sichern. Dazu gehören Nahrung, Medizin, ein Zuhause aber auch Kleidung. Diese entsprechen den menschlichen Grundbedürfnissen, und in meinem Verständnis ist es die Aufgabe unserer Gesellschaft diese Wünsche immer zu befrieden. Zum anderen gibt es Wünsche, die darüber hinausgehen und ein anderes Bedürfnis stillen, nämlich das Gefühl zu bekommen, geliebt und geachtet zu werden, der Wunsch, dass jemand an einen denkt.

Weiterlesen

BettlerInnen erzählen bei This Human World Filmfestival in Wien

<a href="https://www pop over to these guys.bettellobby.at/wp-content/uploads/sites/27/thishumanworld.png“ rel=“lightbox[3237]“>thishumanworldIch will nicht betteln, aber dürfen muss ich

11.12.2015 17:00 / Top Kino Wien, 6. Rahlgasse 1,  Saal 2

BettlerInnnen in Wien werden zunehmend von der Polizei aus dem öffentlichen Raum vertrieben und mit hohen Geld- und Haftstrafen belegt. 
Eine existenzbedrohende Praxis, die statt der Armut die Armen bekämpft.
 Die TeilnehmerInnen des Erzählcafés haben die Möglichkeit im Gespräch mit BettlerInnen mehr über ihren Alltag zu erfahren und Fragen zu stellen.
Ein Workshop mit der  BettelLobby Wien

 

Theatralische Auseinandersetzung mit Betteln, 17.6.2015, 21.00 Uhr

TdUDie Theatergruppe des Theater der Unterdrückten Wien, laden Sie/Euch sehr herzlich ein an unserer theatralischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Betteln in Wien“
teilzuhaben.

Wann? am 17. Juni 2015 um 21 Uhr
Wo? im Gruppenraum des WUK, Stiege 5 Stock 1,
in der Währinger Straße 59, 1090 Wien

Weiterlesen

Einrichtung eines Rechtshilfefonds für Notreisende in Salzburg

Gerschner_Bettellobby_1 (1)Trotz aller Einwände hat der Gemeinderat in Salzburg die Verordnungsermächtigung des Landessicherheitsgesetzes genützt und ein sektorales Bettelverbot über Teile der Innenstadt zu verhängt.
Bereits kurz vor dem Gemeinderatsbeschluss hat der Runde Tisch Menschrechte die Einrichtung eines Rechtshilfefonds zur Gewährleistung rechtlicher Vertretung von Notreisenden öffentlich bekannt gegeben.

Aufgrund der hohen Zahl an Strafbescheiden welche die Polizei Salzburg gegen ArmutsmigrantInnen ab dem Frühjahr 2014 erlassen hatte, veranlasste die Plattform für Menschenrechte eine Analyse der Rechtslage und unterstützte Berufungen gegen diese Strafbescheide, um Präzedenzfälle zu schaffen.

Weiterlesen

Auf Augenhöhe – Videoporträts von bettelnden Menschen in Salzburg

Videoportät HelixHat ein Hochwasser schon mal euer ganzes Hab und Gut weggeschwemmt und ihr standet auf der Straße? War euer Haus schon mal so einsturzgefährdet, dass ihr nicht mehr darin leben konntet? In so einer Situation ist man vor allem auf eines angewiesen, auf Hilfe. Nicht in jedem Land ist die staatliche Unterstützung gegeben und so sind viele Menschen gezwungen sich anderswo durchzuschlagen, um irgendwie zu überleben.

So auch die Notreisenden, die zu einem großen Teil aus Rumänien nach Salzburg kommen. Viele Gerüchte von wegen, das seien doch alles nur kriminelle Banden, die zum organisierten Betteln in die Wohlstandsregionen Europas kommen, sind nicht belegt. „Auf Augenhöhe“ zeigt die realen Geschichten von acht Notreisenden als Videoporträts Weiterlesen