Deine Wortspende zählt! Bettellobby bittet um Wortspenden für die TreiberInnen des Bettelverbots

Die Bettellobby Tirol macht sich ernsthafte Sorgen um jene PolitikerInnen, welche am 19.3.2015 – unter dem Druck von Wirtschaftstreibenden und Polizei – im Innsbrucker Gemeinderat beschlossen haben, Betteln im öffentlichen Raum weiter einzuschränken. Sie ruft dazu auf diesem Armutszeugnis mit österlischen Wortspenden entgegenzusteuern. Weiterlesen

Ausziehen, Geld abnehmen – erniedrigendes Prozedere bei der „Aktion scharf“ – ein Augenzeugenbericht

christkindlmarkt18.12.2014: Die BettelLobbyWien wurde Zeugin der „Aktion scharf gegen BettlerInnen“  am Wiener Christkindlmarkt:
Zwei junge BettlerInnen werden von 6 oder 7 BeamtInnen in zivil umringt und zur Polizeistation Deutschmeisterplatz gebracht. Die BettelLobby folgt der Gruppe und nimmt mit den beiden BettlerInnen in ihrer Muttersprache Bulgarisch Kontakt auf. Einer der Beamten sagt: Die beiden hätten „gewerbsmäßig“ gebettelt, es müsste ausgeforscht werden, ob sie von der Mafia gezwungen werden und außerdem hätten sie sich nicht ausweisen können (obwohl beide bereits ihre gültigen Ausweise gezeigt hatten). Die Beamten verwehren uns den Zutritt zur Polizeistation, obwohl die BettlerInnen möchten, dass eine von uns als Vertrauensperson dabei ist. Vor unserer Nase wird die Tür zugeknallt.
Wir rufen Birgit Hebein, Sozialsprecherin der Grünen an. Während wir auf sie warten, kommen zwei andere Bettlerinnen aus der Polizeistation. Sie berichten: Sie waren 4 Stunden festgehalten worden und hatten Zahlscheine für ihre Strafen wegen Bettelns, allerdings ohne Strafverfügung dabei. Sie waren  beide einvernommen worden, ihr Geld wurde ihnen abgenommen und sie mussten sich nackt ausziehen. Birgit Hebein, die mittlerweile angekommen ist, organisiert via Telefon Schlafplätze für die beiden Frauen bei der 2.Gruft. Eine von uns begleitet die beiden Bettlerinnen zur Straßenbahn und organisiert ihnen etwas zu essen, denn sie hatten nun kein Geld mehr, sich etwas zu kaufen.

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Österreichische BettelLobbys bekommen den Menschenrechtspreis der Liga für Menschenrechte verliehen

Der diesjähriPresseaussendungge Preis zur Wahrung und Erhaltung der Menschenrechte wird von der Österreichischen Liga für Menschenrechte an die österreichischen BettelLobbys verliehen, stellvertretend für alle Initiativen, die sich gegen Bettelverbote und für einen solidarischen und respektvollen Umgang mit bettelnden Menschen einsetzen. Vor dem Hintergrund zahlreicher gesetzlicher Verschärfungen zum Betteln und einer pauschalen Kriminalisierung von bettelnden Menschen in der öffentlichen Diskussion, setzen sich die BettelLobbys für die Rechte von BettlerInnen und gegen Vertreibung und Kriminalisierung ein.

Im Rahmen des internationalen Menschenrechtsfilmfestivals thishumanworld läd die Liga für Menschenrechte Sie herzlich zur Verleihung des Menschenrechtspreises 2014 an die BettelLobbys einladen.

Wann: Donnerstag, 11. Dezember 2014, um 19:30 Uhr
Wo: Haus der Europäischen Union (1010 Wien, Wipplingerstrasse 35) Weiterlesen

BettelLobbyWien beim Urbanize Festival am 4.10.2014

urbanizeUrbanize (internationales Festival für urbane Erkundungen)  hat uns heuer eingeladen und unter dem Motto:
haben wir uns ein kleines Programm ausgedacht. Wir freuen uns auf Euer Kommen
am 4.10.2014 17:00 |
bei der Festivalzentrale Mobiles Stadtlabor | 4., Karlsplatz/Resselpark | Stadt-Praxis | Erreichbarkeit: U1, U2, U4 Karlsplatz | Ausgang »Resselpark«

BettlerInnnen in Wien werden zunehmend von der Polizei aus dem öffentlichen Raum vertrieben und mit hohen Geld- und Haftstrafen belegt. Eine existenzbedrohende Praxis, die statt der Armut die Armen bekämpft. Die TeilnehmerInnen des Performance-Parcours am Karlsplatz können diesen Alltag hautnah erfahren und im Rahmen eines Erzählcafés direkt mit BettlerInnen sprechen, bevor gemeinsam zur Tischgesellschaft mit Essen, Trinken, Musik und Gesprächen geladen wird.

 

Verein Goldenes Wienerherz kann sechs BettlerInnen anstellen!

t-florinaDie Kampagne „Stell dich nicht – Stell mich an!“ vom Verein Goldenes Wienerherz wurde von über 200 Menschen mit Geld- und Wortspenden unterstützt und brachte nahezu 10.000 Euro.

Sechs Menschen, die vorher gezwungen waren, den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder mit Betteln zu bestreiten, können für zwei Monate angestellt werden. Durch die Anstellung haben sie oft zum ersten Mal in ihrem Leben Zugang zum Sozial- und Gesundheitssystem.

Vor der Anstellung haben wir unsere PromotorInnen in den unterschiedlichsten Belangen betreut.

Im Rahmen von WIENWOCHE (12.9 – 26.9) werden die PromotorInnen des „Goldenen Wiener Herz“ 10 Stunden pro Weiterlesen

Antiziganismus entgegentreten!

Workshop in Kooperation von GBW Österreich, GBW Minderheiten und Romano Centro.

Wann: Samstag, 7. Juni, 10:00 – 18:00

Wo: Wien, Esterhazygasse 26, 1060 Wien (Seminarraum der GBW Wien)

Was ist Antiziganismus und wie können wir ihn bekämpfen? Antiziganismus bezeichnet Rassismus gegen als „Zigeuner_in“ fremdidentifizierte Personen, häufig Roma/Romnja und Sinti/Sintize. Antiziganistische Stereotypen sind weit verbreitet und teilweise sehr alt. Heute durchziehen sie viele tagespolitische Debatten, rund um Stadtpolitik, soziale Rechte und mehr. Antiziganismus wird häufig nicht als rassistische Konstruktion erkannt, viele Menschen glauben, etwas über Roma und Sinti und deren Lebensweisen zu wissen.

Der Workshop sensibilisiert für antiziganistische Stereotype, zeigt wie sie wirken und wie sie dekonstruiert werden können. Es wird mit konkreten, realen Beispielen gearbeitet und geübt, Antiziganismus gezielt entgegenzutreten. Weiterlesen

Ein klares NEIN zur Kriminalisierung von BettlerInnen

IMGA0337Von 12.5. bis 14.5.2014 fand in Salzburg die Tagung ‚Betteln. Eine Herausforderung‘ statt. 370 Teilnehmer_innen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen – von Sozialarbeiter_innen und Forscher_innen über Personen aus Polizei und Politik bis zu Vertreter_innen von Geschäftsleuten, Roma-Vereinen und Menschenrechtsorganisationen – setzen sich differenziert mit dem Betteln auseinander; etwa mit den gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen, die Menschen Betteln als Überlebensstrategie ergreifen lassen, über Mythen und Forschungsergebnisse, über die rechtliche Situation, über Unterstützungsmöglichkeiten für nichtanspruchsberechtigte Armutsbetroffene. Nicht nur Expert_innen aus unterschiedlichen Bereichen waren miteinander im Gespräch. Auch bettelnden Menschen waren zur Tagung eingeladen worden und erzählten von ihrer Situation – für viele Teilnehmer_innen ein sehr wichtiger Programmpunkt.

Angesichts dieser breiten und differenzierten Auseinandersetzung auf der Tagung ist die momentane mediale Diskussion um „organisiertes“ Betteln umso bedauerlicher. Ausgelöst wurde sie durch die Aussagen von Herrn Oberst Tatzgern, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung des Menschenhandels im Bundeskriminalamt. Weiterlesen

Schaffen wir ein, zwei, viele Bettelbeauftragte – Meet, Greet & Eat – ein offenes Treffen für Bettler_innen, Unterstützer_innen und Passant_innen. 23.9. 19 Uhr Amerlinghaus

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Liebe FreundInnen der BettelLobbyWien!
Findet hier die vielsprachigen Einladungen zu unserem ersten Treffen: Schaffen wir ein, zwei, viele Bettelbeauftragte – Meet, Greet & Eat ist ein offenes Treffen für Bettler_innen, Unterstützer_innen und Passant_innen. Wir bieten auch Rechtsberatung und stellen unsere Ratgeberinnenbroschüre „Betteln ist erlaubt“ vor.
Wir freuen uns auf Euer kommen. Das erste Treffen ist am 23.9. um 19 Uhr im Amerlinghaus Wien7 gemeinsam mit Statt Wien und unterstützt von der wienwoche.  Wer uns bei der Vorbereitung helfen möchte, bitte melden!!!!!
Eure BettelLobbyWienEinladung_Amerling_03.indd
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BettelLobbyWien präsentiert „Betteln-ist-erlaubt“-Broschüre

Praterkasperl Thomas Ettl

Praterkasperl Thomas Ettl ©Milena Krobath

Broschüre informiert Bettler/innen über ihre Rechte und Geber/innen über Unterstützungsmöglichkeiten

Die BettelLobby Wien präsentierte heute vor der Polizeidirektion Wien ihre „Betteln-ist-erlaubt“- Ratgeberinnenbroschüre. Der Folder informiert Bettler/innen mehrsprachig über ihre Rechte und wird in den nächsten Wochen über Beratungsstellen sowie auf der Straße verteilt. Die BettelLobby betont, dass auch für Geber/innen, die sich für die Rechte von Bettler/innen einsetzen wollen, nützliche Informationen enthalten sind. Vorgestellt wurde die Broschüre vor der Wiener Polizeidirektion am Schottenring im Rahmen von WIENWOCHE – mit einer Aufführung des Original Wiener Praterkasperls.

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Anlass für die Publikation des Ratgebers sind zahlreiche Zuschriften von Wienerinnen und Wienern, die sich an die Bettellobby gewandt hatten, erläutert Ferdinand Koller, Sprecher der Initiative: „Wir haben in den letzten Monaten verstärkt erzürnte Mails und Anrufe der Bevölkerung erhalten.“ Wienerinnen und Wiener hätten der BettelLobby von einem drakonischen Vorgehen der Polizei berichtet und sich über willkürliche und schikanöse Behandlung der Bettler/innen beschwert.
Analyse von Strafbescheiden fördert Missstände zu Tage

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