Unterschriftenliste: Gegen die Vertreibung von BettlerInnen vor Hoferfilialen

BettlerInnen werden auf Anweisung der Geschäftsleitung der Firma Hofer immer wieder vom Firmengelände weggewiesen. Die Firma Hofer hat diese Vorgangsweise auf Nachfrage auch schriftlich bestätigt – und zwar mit der Begründung, dass das von Kunden so gewünscht werde. Auch bei Lidl- und Merkur-Märkten wurden Wegweisungen beobachtet.
Der Einzelne kann dagegen wenig machen. Wenn aber eine ausreichende Anzahl von Hofer-Kunden Ihre Missbilligung dieser Praxis zum Ausdruck bringt und ankündigt, bei Hofer nichts mehr einzukaufen oder weniger einzukaufen, solange diese Regelung besteht, werden die Hofer Manager über die Sache nachdenken. Hier geht´s zur Unterschriftenliste.

4 Kommentare zu “Unterschriftenliste: Gegen die Vertreibung von BettlerInnen vor Hoferfilialen

  1. Hallo,

    ich wohne in Langenzersdorf bei Wien – vor den dortigen Hofer und Lidl Filialen stehen immer wieder sehr nette Menschen, die „pro forma“ diverse Straßenezeitungen verkaufen. Habe nicht gesehen, dass diese weggewiesen würden oder jemand sich an deren Anwesenheit stört – es geht also sehr wohl auch anders.

    lg

    • Hallo Herr Beneder,

      ich kann Ihre Erfahrung bestätigen, was Zeitungsverkäufer angeht. Beim Hofer in dem ich von zuhaus aus einkaufen gegangen bin, steht ein Megaphon-Verkäufer, der nicht weggewiesen wird. Der verkauft aber tatsächlich in erster Line Zeitungen und erhält vielleicht manchmal eine Spende. Bei Hofermärkten in Graz habe ich selbst aber mehrfach Wegweisungen gesehen.

      Auf meine Nachfrage habe ich von der Geschäftsleitung (Frau Stocker, Leiterin Verkauf) die Wegweisungspraxis schriftlich bestätigt bekommen. Es heisst da wörtlich: „Da wir unseren Kunden den Einkauf so angenehm wie möglich gestalten möchten, haben wir uns entschlossen, generell keine Bettler auf unserem Gelände zu dulden“. Ich denke der Unterschied zwischen „Bettler“ und „Zeitungs-VERKÄUFER“ ist entscheidend. Einer, der was verkauft, der gehört halt noch zu unserer Gesellschaft dazu, die andern sind draussen … .

      Zur Ehrenrettung von Hofer muss ich noch sagen, dass mir Frau Stocker versichert hat, dass die Firma ganzjährig karitative Einrichtungen unterstützt. Das ist gut, aber in der Steiermark ist die private Wegweisungspraxis wegen des allgemeinen Bettelverbots besonders schlimm für die Betroffenen.

      Danke für Ihren Diskussionsbeitrag!
      LG
      E. v. Berg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.